Berge im Allgäu

Berge rund um Hohenschwangau

Die Berge rund um Hohenschwangau gehören zu den Ammergauer Alpen - auch Ammergebirge genannt -, dem größten Naturschutzgebiet Bayerns. Die Gebirgsgruppe umfasst ein Gebiet von 30 mal 30 Kilometern in den bayerischen Bezirken Schwaben und Oberbayern sowie im Tiroler Bezirk Reutte.

Seinen Namen trägt das Gebirge aufgrund des Flusses „Ammer“, der in seiner Mitte entspringt. Das Ammergebirge ist dünn besiedelt, allerdings findet man hier einige sehr bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, das Kloster Ettal oder die Wieskirche. Die Ammergauer Alpen erfreuen sich großer Beliebtheit bei Wanderern, Bergsteigern und Naturliebhabern. Hier gibt es zahlreiche seltene Pflanzenarten, Mischwälder und vielfältige Hoch- und Niedermoore. Inmitten des Gebirges liegen wunderschöne Bergseen wie der Plansee auf Tiroler Seite oder der Alpsee und Bannwaldsee, die zum Gemeindegebiet von Schwangau gehören. In der kalten Jahreszeit lockt das Gebirge Wintersportfreunde mit familiären Skigebieten am Tegelberg und in Reutte/Tirol. Nachfolgend stellen wir Ihnen die bekanntesten Berge rund um Hohenschwangau etwas näher vor.

Der Säuling

Der imposante Säuling, auch bekannt als „Wächer des Allgäus“, ist der markanteste Berg der Region. Seine pyramidenförmige Silhouette ist schon von weitem sehr gut zu sehen, wenn man in den Allgäuer Königswinkel reist. Der 2047 Meter hohe Berg liegt an der deutsch-österreichischen Grenze und kann von beiden Ländern aus bestiegen werden. Von deutscher Seite aus bieten sich einem dabei wunderschöne Aussichten auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sowie auf die zahlreichen Seen des Ostallgäus.

Mehrere Wege führen auf den Berg. Der meistgenutzte davon verläuft über Hohenschwangau, über die Wildsulzhütte bis zum Säulinghaus, einer Berghütte die sich auf einer Höhe von 1693 Metern befindet und die zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten und leckere Allgäuer Spezialitäten bietet. Von dort aus geht es weiter bis zum Gipfel. Wer diesen Berg besteigen will, sollte eine Gehzeit von sechs bis sieben Stunden einplanen und auf jeden Fall ein geübter Wanderer sein. Gerade der letzte Teil des Aufstiegs erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Großer Beliebtheit erfreut sich der Säuling auch bei Kletterern, die hier zahlreiche Möglichkeiten unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade finden. Um den Berg ranken sich einige interessante Sagen. Eine davon erzählt, dass der große Felsen der vor Roßhaupten liegt, vom Teufel persönlich vom Säuling abgerissen und auf den Ort geschmissen wurde. Als aber das Läuten der Kirchenglocken ertönte, fiel der Fels senkrecht zu Boden und erreichte somit nicht die Gemeinde. Der Fels kann heute noch vor Roßhaupten besichtigt werden.

Der Tegelberg

Der Tegelberg ist der Hausberg Schwangaus. Er hat eine Höhe von 1881 Metern und ist von der Tegelbergbahn erschlossen, die über 400 Leute pro Stunde zum Gipfel befördert. Dort befindet sich unter anderem das Tegelberghaus, das früher das Jagdhaus von König Maximilian II. war. Daneben steht eine Panoramagaststätte, die traumhafte Ausblicke ermöglicht und ihre Gäste mit leckeren Allgäuer Gerichten verwöhnt. Der Tegelberg erfreut sich großer Beliebtheit bei Bergwanderern, Drachen- und Gleitschirmfliegern sowie bei Wintersportfreunden. Letztgenannte kommen in der Wintersportarena Tegelberg voll auf ihre Kosten. Neben der rasanten 4,3 km langen Hauptabfahrt von der Berg- bis zur Talstation, finden sich hier viele weitere attraktive Pisten für Anfänger und für Fortgeschrittene. Dank moderner Beschneiungsanlagen ist Schneesicherheit bis in Frühjahr hinein garantiert. Flutlichtanlagen ermöglichen das Skifahren bis zum späten Abend. Auf Snowboarder wartet ein Fun-Park am Berg und Langläufer kommen rund um den Tegelberg ebenfalls voll auf ihre Kosten, zum Beispiel auf der beleuchteten Neuschwanstein-Loipe, die direkt unter dem Märchenschloss entlang verläuft. Skiverleihe, Skischulen und Aprés Ski Möglichkeiten runden das Angebot für Wintersportfreunde am Tegelberg ab. An der Talstation der Tegelbergbahn befindet sich  eine Sommerrodelbahn mit einem angrenzenden großen Abenteuerspielplatz und einer Trampolin-Anlage. Für jede Menge Spaß bei Groß und Klein ist hier also gesorgt.

Auf den Tegelberg führen mehrere Wege. Einer verläuft von Hohenschwangau aus über die Pöllatschlucht und die Marienbrücke. Der Aufstieg dauert etwa drei Stunden. Mit etwas Kondition ist er allerdings relativ leicht zu bewältigen. Ein weiterer beliebter Weg auf den Gipfel startet an der Talstation der Tegelbergbahn und führt dann über den Kulturpfad Schutzengelweg bis zur Rohrkopfhütte und von dort aus weiter zum Gipfel. Auf dem Schutzengelweg warten traumhafte landschaftliche Impressionen auf die Wanderer, während Schautafeln über die Geschichte und Natur der Region informieren.

Der Buchenberg

Der 1142 Meter hohe Buchenberg bei Buching gehört ebenfalls zu den Ammergauer Alpen und bietet das komplette Jahr über Freizeitspaß und Erholung für die ganze Familie. Eine Doppelsesselbahn bringt einen hinauf zum Gipfel, der aber auch problemlos zu Fuß erreicht werden kann. Von dort aus führen viele reizvolle Wanderwege ins Naturschutzgebiet Ammergebirge. Mountainbiker sowie Drachen- und Gleitschirmflieger kommen am Buchenberg ebenfalls voll auf ihre Kosten. Im Winter lockt ein familiäres Skigebiet mit allem, was dazugehört: Rasante Abfahrten, wunderschöne Loipen, unterschiedliche Hänge mit tollen Möglichkeiten für Snowboarder, einer Skischule und gemütlichen Aprés Ski Angeboten. Auf dem Gipfel steht die Buchenberg Alm, eine urige Berghütte die tolle Aussichten auf den Königswinkel und das Alpenvorland ermöglicht und ihre Gäste mit leckeren Gerichten und zünftigen Brotzeiten verwöhnt.

Der Breitenberg

Der Breitenberg ist ein weiterer beliebter Berg in der Nähe von Hohenschwangau. Der 1838 Meter hohe Gipfel, der zu den Tannheimer Bergen gehört, erhebt sich über Pfronten. Die Breitenbergbahn bringt ihre Gäste auf den Gipfel, vom dem aus man grandiose Aussichten auf die Voralpenlandschaft genießen kann. Gemütliche Berghütten laden zu herzhaften Brotzeiten ein und bieten die Möglichkeit auf schönen Sonnenterrassen die Seele baumeln zu lassen. Wanderer, Bergsteiger, Kletterer und Radler finden optimale Bedingungen am Berg. In der kalten Jahreszeit wartet hier auf Wintersportfreunde ein familiäres Skigebiet, das keine Wünsche offen lässt. Unter anderem steht hier die längste Naturrodelbahn im Allgäu – der 6,5 km lange Ostlerforstweg. Auf Snowboarder wartet ein Fun-Park und Langläufer können auf wunderschönen Loipen die zauberhafte Schneelandschaft genießen.

Die Berge rund um Hohenschwangau haben wirklich viel zu bieten. Naturliebhaber, Wanderer, Wintersportfreunde und andere Aktivsportler können hier jede Menge inmitten einer faszinierenden und wunderschönen Landschaft erleben.

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