Museum der bayerischen Könige

Das Museum der bayerischen Könige

Das Museum der bayerischen Könige steht in Hohenschwangau, direkt am Ufer des wunderschönen Alpsees und in unmittelbarer Nähe zu den Traumschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau. Auf unterhaltsame und modernste Weise erzählt das Museum die Geschichte der Wittelsbacher Dynastie und ihrer bayerischen Könige. Im Mittelpunkt der interessanten Dauerausstellung stehen Maximilian II. und sein Sohn, der Märchenkönig Ludwig II.

Das Museum

Das Museum der bayerischen Könige wurde Ende 2011 im ehemaligen Grandhotel Alpenrose in Hohenschwangau bei Füssen im Allgäu eröffnet. Es ist ein Projekt des Wittelsbacher Ausgleichsfonds und gibt interessante Einblicke in die Geschichte der Wittelsbacher und ihrer Herrscher. Allen voran Maximilian II., der Schloss Hohenschwangau erbauen ließ, und seinem Sohn Ludwig II., dem Schöpfer von Schloss Neuschwanstein, wird hier viel Aufmerksamkeit gewidmet. Modernste und interaktive Museumstechnik vermittelt auf unterhaltsame Weise Hintergrundinformationen über die Könige und ihre Schlösser. Große Panoramafenster sorgen dafür, dass die Gäste zwischendurch traumhafte Aussichten auf die Königsschlösser, den Alpsee und die Alpen im Hintergrund werfen können. In dem Museum lassen sich Original Exponate bestaunen, wie der Nibelungen Tafelaufsatz oder ein Mantel, den Ludwig II. als Großmeister des Georgsordens getragen hat. Sogar die Schreibutensilien Ludwigs, der ja den größten Teil seiner Regentschaft auf seinen Schlössern verbrachte und nur schriftlich mit seinen Ministern kommunizierte, sind hier zu bestaunen. Das absolute Highlight des Museums ist aber wohl der begehbare Stammbaum, der alle Familienmitglieder der Wittelsbacher Dynastie näher vorstellt. Dieser verdeutlicht auf eindrucksvolle Weise die jahrhundertelange Bedeutung des Adelsgeschlechts, das zu Zeiten von Kaiser Ludwig IV. im 14. Jahrhundert seine größte Macht entfaltete.

Im Gegensatz zu den zeitlich begrenzten und manchmal hektischen Führungen in den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau, können die Besucher im Museum so lange bleiben wie sie möchten und haben somit die Möglichkeit tiefer in die Geschichte der bayerischen Könige einzutauchen. Die luxuriöse Einrichtung und die fantastische Lage inmitten einer herrlichen Landschaft machen dieses Museum zu einem der schönsten in ganz Deutschland. Im angrenzenden Café haben die Gäste die Möglichkeit gemütlich zu verweilen und sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Einen Museumsshop gibt es natürlich auch. Hier kann man den Daheimgebliebenen ein nettes Andenken mit dem Konterfei Ludwigs II. kaufen oder Bücher erwerben, die einem mehr über die bayerischen Herrscher und ihre Schlösser erzählen. Das Museum der Bayerischen Könige ist die ideale Ergänzung zur Besichtigung der Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Für historisch interessierte Menschen ist ein Besuch hier Pflicht, aber auch Leute, die ansonsten nicht gerne in Museen gehen, werden positiv überrascht sein und sich gut unterhalten fühlen.

Rundgang

Wenn man das Museum der bayerischen Könige in Hohenschwangau betritt, steht man zunächst in einem weitläufigen, luxuriös gestalteten Foyer. Bei dem lichtdurchfluteten Raum handelt es sich um den ehemaligen Speisesaal des Hotels Alpenrose. Auf einer großen Karte werden die Heiratsverbindungen der Wittelsbacher anschaulich dargestellt und man bekommt eine erste Ahnung, wie bedeutend und einflussreich diese große, europäische Adelsfamilie gewesen ist. Ihr entstammten weltliche und geistliche Herrscher, die maßgeblich für die politische Entwicklung in ganz Europa waren. Nach dem Foyer erwartet die Besucher der begehbare Stammbaum, der die bedeutendsten Vertreter der Wittelsbacher Dynastie vom 12. bis ins 20. Jahrhundert vorstellt. Schautafeln liefern dabei die wichtigsten Informationen über die Biographie jedes einzelnen Familienmitglieds. Im prunkvollen „Saal der Königsschlösser“ stehen dann Maximilian II. und sein Sohn Ludwig II. im Mittelpunkt. Die beiden teilten die Faszination für die wunderschöne Landschaft rund um Hohenschwangau, für alte Burgen und das Mittelalter. Von ihrer Wesensart waren sie dagegen doch sehr unterschiedlich. Maximilian II. galt als volksnah und er war stolz darauf ein „konstitutioneller“ König zu sein. Ludwig II. dagegen war eher menschenscheu und verträumt; er widmete sich lieber der Kunst und Kultur als den Regierungsgeschäften. Seine besondere Begeisterung galt der Märchen- und Sagenwelt, deren Motive sich häufig in seinen Schlössern finden.

Im Raum „Das Jahrhundert der Könige“ wird die Geschichte der Wittelsbacher zu Zeiten der bayerischen Monarchie erzählt. Insgesamt sechs Mitglieder der Familie bestiegen zwischen 1806 und 1918 den bayerischen Thron. Die Ausstellung „Kunst- und Baupolitik“ stellt prachtvolle Bauten vor, die unter der Herrschaft der Wittelsbacher entstanden. Neben Schlössern wie Hohenschwangau und Linderhof gehen auch viele historische Bauten in der Hauptstadt München auf die Wittelsbacher zurück. Das Pompejanum in Aschaffenburg und die Befreiungshalle in Kelheim sind weitere Bauwerke, die auf Initiative des Adelsgeschlechts entstanden. Die Förderung von Kunst und Kultur hat seit jeher einen hohen Stellenwert im Kulturstaat Bayern und die Wittelsbacher trugen maßgeblich dazu bei. In der Ausstellung „Könige im technischen Zeitalter“ wird vor allem der technische Fortschritt unter der Herrschaft der Wittelsbacher im 19. Jahrhundert beleuchtet. Ludwig I. förderte die Infrastruktur in Bayern und ebnete so die Entwicklung des Staates zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Sein Sohn Maximilian II. setzte sich stark dafür ein, dass führende Wissenschaftler und Gelehrte nach München kamen und auch sein Sohn, der sich eher für Kunst und Kultur engagierte, setzte die Politik seines Vaters fort. Weitere Ausstellungen behandeln die Themen „Monarchie und Gesellschaft“ sowie den „Mythos Ludwig II.“ In letztgenannter wird versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen, was die zahlreichen Mythen und Geheimnisse angeht, die den Märchenkönig umgaben. Die nächste Räumlichkeit trägt den Namen „Die goldene Hochzeit“ und geht auf die Zeit kurz vor Ende der Monarchie in Bayern ein. Das letzte bayerische Königspaar Ludwig III. und Marie-Therese feierten im Januar 1918 ihre goldene Hochzeit. Zu diesem Anlass schenkten ihnen ihre Kinder ein 328-teiliges Königsservice aus edlem Porzellan, das hier ausgestellt ist. Jedes Teil dieses Services zeigt Orte, die das Königspaar mit persönlichen Erinnerungen verband. Der letzte Raum des Museums erzählt, was aus den Wittelsbachern nach Ende der Monarchie in Bayern geworden ist. Die einstige Herrscherfamilie hat Bayern maßgeblich mitgeprägt und im Museum der Bayerischen Könige erfahren geschichtlich interessierte Besucher die Hintergründe.

Im dazugehörigen Museumsshop hat man die Möglichkeit aktuelle Bücher zur Geschichte Bayerns sowie zahlreiche exklusive Geschenkartikel rund um König Ludwig II. und seine Schlössser zu erwerben. Auch Genussartikel wie Pralinen oder Tees sind erhältlich. Ein Besuch im Museum der bayerischen Könige rundet den Besuch der Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau perfekt ab. Hier gibt es auf unterhaltsamste Weise viel zu entdecken und zu erfahren.

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