Lechweg

Der Lechweg

Rund um Hohenschwangau erwarten Wanderer wahrhaft paradiesische Bedingungen, denn hier gibt es zahlreiche bester Wege für jeden Anspruch, die durch eine traumhafte Landschaft führen. Auf vielen davon wandert man sogar auf königlichen Spuren. Reizvolle Fernwanderwege findet man rund um Hohenschwangau ebenfalls. Einer davon ist der Lechweg, der von der Quelle des Flusses beim österreichischen Formarinsee bis zum Lechfall in Füssen führt.

Der Lechweg ist ein alpiner Weitwanderweg, der auch von weniger geübten Wanderern leicht bewältigt werden kann. Er hat eine Länge von rund 125 Kilometern und verläuft von der Quelle des  Lechs im österreichischen Arlberggebiet bis ins Allgäu zum Lechfall in Füssen. Dabei durchschreiten die Wanderer drei landschaftlich überaus abwechslungsreiche Regionen und zwei Länder. Unterwegs erwarten sie jede Menge unvergesslicher Naturimpressionen, allerlei Sehenswürdigkeiten und malerische Dörfer und Städte. Komplett lässt sich der Lechweg, der in 16 unterschiedliche Etappen eingeteilt ist, in 6 bis 8 Tagen erwandern – je nachdem ob man es sportlich ambitioniert oder eher gemütlich mag. Der „Lechweg – von der Quelle bis zum Fall“, wie der Wanderweg offiziell heißt, ist der erste Weitwanderweg, der von der Europäischen Wandervereinigung mit dem Qualitätssiegel „Leading Quality Trail – Best of Europe“ ausgezeichnet worden ist. Dahinter verbirgt sich ein strenges Kriteriensystem, das den Wanderern höchsten Wandergenuss garantiert. Unter anderem muss ein Weg über naturnahe, gut begehbare und beschilderte Wege führen, um mit diesem Qualitätslabel gekürt zu werden.

Wer den kompletten Lechweg bewandert, darf sich auf drei höchst unterschiedliche Regionen freuen, nämlich das Arlberggebiet, die Naturparkregion Lechtal-Reutte und das Allgäu. Der Lechweg führt die Wanderer dabei durch eine der letzten Wildflusslandschaften Europas. Am Wegesrand erwarten sie zahlreiche interessante Attraktionen und Impressionen, wie eine der größten Steinbock-Kolonien Europas, die mit 200 Metern längste Hängebrücke Österreichs bei Holzau, spektakuläre Naturschauspiele, kleine malerische Dörfer oder die Königsschlösser Neuschanstein und Hohenschwangau. Spektakuläre Bergpanoramen, die türkis schimmernden Fluten des Lechs und eine artenreiche Flora und Fauna entlang des Streckenverlaufs sorgen auf dem Lechweg für höchste Naturverbundenheit und jede Menge Spaß beim Wandern. Die Besonderheit des Lechwegs ist die Möglichkeit, alpines Wandern ohne größere Anstrengungen zu erleben. So lässt sich der Lechweg, der auf rund 1800 Metern beginnt und auf 800 Höhenmetern endet, auch problemlos von älteren Menschen und wenig geübten Wanderern erkunden.

Bei einem Urlaub in Hohenschwangau kann man den Lechweg auf seiner letzten Etappe, die von Pflach bei Reutte /Tirol bis nach Füssen führt, kennenlernen. Über leicht begehbare Bergwege führt diese etwa 15 Kilometer lange Etappe an einigen der schönsten Sehenswürdigkeiten des Allgäuer Königswinkels vorbei. Auf Wald- und Forstwegen geht es zunächst von Pflach aus über den Kniepass bis zur Sternschanze, die zur überaus sehenswerten Burgenwelt Ehrenberg gehört. In Unterpinswang bietet es sich an, den Lechweg kurz zu verlassen und in den Gutshof „zum Schluxen“ einzukehren, in dem auch der bayerische Märchenkönig Ludwig II. früher gerne zu Gast war. Nach einer kleinen Stärkung dort, setzt man seinen Weg fort und kommt über Forstwege auf bayerisches Gebiet. Wenig später erreicht man dann auch schon den wunderschönen Alpsee bei Hohenschwangau, von dem aus sich traumhafte Ausblicke auf die Königsschlösser ermöglichen. Man folgt seinem Rundweg und hat die Möglichkeit, das Museum das Bayerischen Könige zu besichtigen, das hier am Ufer steht und auf moderne Weise Wissen über die bayerischen Herrscher und ihre Schlösser vermittelt. Oberhalb des malerischen Schwansees folgt der Lechweg dann dem Verlauf des Alpenrosenwegs, den König Maximilian II. einst zu Ehren seiner Gattin Marie angelegt hat. Schließlich kommt man zum Füssener Kalvarienberg, einem Kreuzweg, entlang dessen Verlauf vierzehn sehenswerte Stationskapellen stehen, die den Leidensweg Christi dokumentieren. Auf dem Gipfel des Kalvarienbergs, der als eine der schönsten Aussichtspunkte der Region gilt, steht eine Kapelle mit einer jüngst sanierten Besucherplattform auf dem Dach. Von hier aus lassen sich unvergessliche Ausblicke über die Füssener Altstadt, die Königssschlösser und die umliegenden Gipfel genießen. Anschließend führt der Lechweg zum Lechfall in Füssen, wo er offiziell endet. Beim Lechfall bietet sich einem ein eindrucksvolles Naturschauspiel, bei dem sich tosende Wassermassen in die Tiefe stürzen, um in eine enge Klamm einzutreten. Dieses Spektakel lässt sich am besten vom König-Max-Steg aus verfolgen, der 1895 gebaut wurde und über den Wasserfall führt. Insgesamt sollte man für diese letzte Etappe auf dem Lechweg etwa 5 Stunden einplanen. Mit dem Bus kommt man problemlos von Hohenschwangau oder Füssen aus nach Pflach.

Wer in Hohenschwangau Urlaub macht und gerne wandert, sollte auch den Lechweg unbedingt kennenlernen. Dieser zertifizierte Weitwanderweg verspricht höchsten Wandergenuss und führt durch eine atemberaubend schöne Landschaft mit zahlreichen Attraktionen am Wegesrand. Auf seiner letzten Etappe hat man die Möglichkeit, in diesen reizvollen Weitwanderweg hineinzuschnuppern.

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