Alpenrosenweg

Der Alpenrosenweg

Bei einem Urlaub in Hohenschwangau empfiehlt es sich, einmal über den traumhaften Alpenrosenweg nach Füssen zu spazieren. Dabei erwarten einen phantastische Aussichten auf den Allgäuer Königswinkel mit seinen Schlössern, Bergen und Seen. Der Alpenrosenweg entstand um das Jahr 1850 herum im Auftrag von König Maximilian II., der ihn für seine Frau Marie anlegen ließ.

Eine schöne Möglichkeit bei einem Spaziergang gleich viel von seinem Urlaubsgebiet zu sehen, bietet der Alpenrosenweg, der von Hohenschwangau nach Füssen führt. Der Alpenrosenweg beginnt zwischen dem malerischen Schwansee und dem Alpsee, dessen Rundweg er ein Stück weit folgt. Wer möchte kann vor einem Spaziergang auf dem Alpenrosenweg natürlich die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau besichtigen, die hier in einer traumhaften Berglandschaft stehen. In dem romantischen Wohnschloss Hohenschwangau verbrachte der bayerische Märchenkönig Ludwig II. zusammen mit seinen Eltern Maximilian II. und Marie Großteile des Jahres. Direkt gegenüber befindet sich das Traumschloss Neuschwanstein, das König Ludwig zwischen 1869 und 1886 erbauen ließ und das von außen an eine prachtvolle Burg aus dem Mittelalter erinnert. Schloss Neuschwanstein gilt auf der ganzen Welt als Sinnbild der Romantik und wird jedes Jahr von über einer Millionen Menschen besucht. Am Ufer des Alpsees befindet sich übrigens seit 2011 das Museum der Bayerischen Könige – eines der schönsten und modernsten Museen in Deutschland. Dort erfährt man auf unterhaltsame und interaktive Weise viel Interessantes über die bayerischen Könige und ihre Schlösser.

Der Alpenrosenweg ist ein leicht begehbarer Höhenweg, der größtenteils durch einen Bergwald verläuft und herrliche Ausblicke auf die Landschaft ermöglicht. Er lässt sich problemlos auch von älteren Menschen und Kindern begehen. Seinen Namen hat der Weg aufgrund der Tatsache, dass früher im 19. Jahrhundert unzählige blühende Alpenrosen entlang seiner Wegstrecke zu sehen waren. Von diesen ist heute aber lediglich noch etwas von einem kleinen Bereich des Alpenrosenwegs aus zu sehen. Dafür hat man vom Alpenrosenweg einen Traumblick auf den Schwansee und den Schwanseepark, der ebenfalls im Auftrag von Maximlian II. entstand und der einst der königliche Schlosspark Hohenschwangau war. Er wurde von dem preußischen Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt und gehört heute zu einem Landschaftsschutzgebiet. Im Frühjahr verwandelt er sich in ein buntes Farbenmeer, da seine vielen Blumen dann zu blühen beginnen. Vom Alpenrosenweg hat man außerdem einen schönen Blick auf das Schloss Bullachberg, den Bannwaldsee und die Kirche St. Coloman, die bei Schwangau am Fuße der Berge auf freiem Feld steht.

Sein Ende findet der Alpenrosenweg im Füssener Ortsteil Bad Faulenbach, in unmittelbarer Nähe des Kalvarienbergs und des Lechfalls. Der Füssener Kalvarienberg ist ein Kreuzweg, entlang dessen Strecken vierzehn Stationskapellen stehen, die das Leiden Christi dokumentieren. Das Dach der Gipfelkapelle auf dem Kalvarienberg gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte der Region. Am Lechfall erwartet einen ein eindrucksvolles Naturschauspiel, bei dem sich die tosenden Wassermassen des Lechs in die Tiefe stürzen, um in die Lechschlucht zu fließen. Über diesen Wasserfall führt der 1895 angelegte König-Max-Steg, von dem aus man sich dieses Spektakel anschauen kann. In einer Nische über der Klamm entdeckt man eine Büste, die König Maximilian II. zeigt. Eine Inschrift darunter drückt den Dank der Stadt Füssen ihm gegenüber aus. Die Stadt bezieht sich damit auf den wirtschaftlichen Boom, der in der Region einsetzte, nachdem Maximilian II. das Schloss Hohenschwangau erbauen ließ.

In Füssen angekommen, bietet es sich an auch noch die romantische Altstadt hier zu erkunden, die jede Menge zu bieten hat. Die engen Gassen werden umsäumt von alten gotischen Häusern und zahlreichen historischen Kirchen. Unweit des Lechfalls befindet sich das barocke Benedektinerkloster St. Mang, in dem das Museum der Stadt untergebracht ist. Die interessanten Ausstellungen zeigen unter anderem den ältesten bayerischen Totentanz und eine Sammlung historischer Geigen. Unbedingt anschauen sollte man sich auch das Hohe Schloss, das auf einem Hügel über der Altstadt thront. Dieser bedeutende Profanbau der deutschen Spätgotik beeindruckt bereits von außen durch seine höchst kunstvollen Architektur- und Illusionsmalereien. Neben imposanten Innenräumen findet man im Schloss zudem die Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und die Städtische Galerie, die hier zahlreiche Kunstwerke ausstellen. Viele gemütliche Cafés und Restaurants in der Altstadt laden dazu ein, die leckere Allgäuer Küche kennenzulernen oder einfach nur Kaffee und Kuchen zu genießen. In kleinen und mittelgroßen Geschäften kann man außerdem sehr gut bummeln und alle möglichen Waren – von örtlicher Handwerkskunst bis zu Luxusartikeln – entdecken. Während mancherorts ein reges Treiben in der Altstadt herrscht, finden sich dann aber auch wiederum viele Plätzchen im Grünen, wo die Naturidylle im Vordergrund steht.

Bei einem Spaziergang über den Alpenrosenweg von Hohenschwangau nach Füssen lassen sich traumhafte Ausblicke genießen und viele der Sehenswürdigkeiten hier im Allgäuer Königswinkel kennenlernen.

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